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Ver.di und Schlecker besuchen Jörg und Kramer

Hagen/Düsseldorf, den 27. Januar 2010


Ver.di und Schlecker-Betriebsräte besuchen Jörg und Kramer
SPD im Landtag gegen Lohndumping in der Leiharbeit

Kolleginnen der Hagener Gewerkschaft Ver.di und Betriebsrätinnen der Firma Schlecker besuchten jetzt auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg und Hubertus Kramer den Landtag in Düsseldorf. Anlässlich der Dumpinglohn-Vorwürfe gegen die Drogeriekette stand auch ein Gespräch mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Rainer Schmeltzer auf dem Programm. Hintergrund der Kritik ist, dass Schlecker in einzelnen Filialen Mitarbeiter entlassen hat, um bei der Gründung von XL-Filialen durch die Hintertür der Zeitarbeit die Tarifverträge im Einzelhandel zu unterlaufen.

Schmeltzer betonte bei diesem Besuch, dass die SPD in Nordrhein-Westfalen schon seit Jahren vor dieser Art des Lohndumpings warne. "Bisher hat sich allerdings die schwarz-gelbe Landesregierung allen entsprechenden Initiativen verweigert", erinnerte der SPD-Politiker. Der CDU-Ministerpräsident Rüttgers und sein Arbeitsminister Laumann seien es gewesen, "die den Mindestlohn verhindert, dadurch Tarifverträge christlicher Gewerkschaften gestützt und die Tariftreue als eine der ersten Maßnahmen der schwarz-gelben Landesregierung abgeschafft haben", so Schmeltzer weiter.

Auch Wolfgang Jörg und Hubertus Kramer sind empört über die Zunahme der Verdrängung regulärer Arbeitsverhältnisse durch billigere Leih- und Zeitarbeit. Sie stehen voll hinter den Forderungen der Gewerkschaft ver.di nach einer gesetzlichen Unterbindung von Lohndumping. "Schlecker ist längst kein Einzelfall", erklären die beiden Hagener SPD-Landtagsabgeordneten. "Wir fordern seit Jahren die Aufnahme der Leiharbeitsbranche in das Arbeitnehmerentsendegesetz, das einen Mindestlohn für die Branche garantiert. Solche eklatanten Missbräuche dürfen nicht mehr möglich sein."

Am Rande des Besuchs ergab sich auch die Möglichkeit zu einem kurzen Meinungsaustausch mit der SPD-Fraktionsvorsitzenden Hannelore Kraft. Die Spitzenkandidatin unterstrich damit, wie ernst zu nehmen das Anliegen der Schlecker-Betriebsräte und Gewerkschafterinnen sei.


Schlecker-Betriebsräte im Landtag