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René Röspel: "Steinbrück sprach ohne Honorar"

Hagen, den 15. Februar 2011


René Röspel MdB: "Steinbrück sprach ohne Honorar"

In seiner Berichterstattung über den Vortrag von Bundesminister a. D. Peer Steinbrück in Hagen (WP vom 15.02.) behauptet Herr Redicker, Peer Steinbrück habe "nicht zum ersten Mal (.) eine gut bezahlte Rede gehalten".

Richtig ist: Peer Steinbrück hat eine (sehr) gute Rede gehalten - die über 300 Anwesenden waren von seinem verständlich und kurzweilig vorgetragenen Fachvortrag begeistert. Falsch ist die von Herrn Redicker aufgestellte Behauptung, diese Rede sei "gut bezahlt" gewesen. Peer Steinbrück ist gerne auf meine Einladung hin nach Hagen gekommen und hat dafür kein Honorar gefordert und auch keines erhalten (so, wie es unter Abgeordneten-Kollegen üblich ist) - sein einziger Lohn war die für auswärtige Gäste obligatorische Flasche Eversbusch.

Dass Steinbrück (wie auch andere Experten und Politiker) für Auftritte auf bestimmten Veranstaltungen und Tagungen Honorare empfängt, kann ich ihm nicht verübeln. Wie ich zufällig weiß, tun das auch Journalisten, wenn sie als Moderatoren bei solchen Veranstaltungen gebucht werden.

Wirklich schade finde ich, dass das Thema "Finanzkrise", das viele Menschen in unserer Region betrifft und interessiert, der Westfalenpost nur den kleineren Teil ihrer journalistischen Aufbereitung des Abends wert ist, während eine falsche Behauptung, die mit einer einzigen Nachfrage zu klären gewesen wäre, zum Aufhänger für eine groß aufgebauschte Geschichte wird. Peer Steinbrück sprach ohne Honorar, aber nicht umsonst: Die Zuhörerinnen und Zuhörer gingen jedenfalls sehr zufrieden nach Hause.


René Röspel MdB