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Hagen/Düsseldorf, den 20. Dezember 2010
Guntram Schneider empfängt Betriebsrat aus Oege
Bereits einen Tag vor der Belegschaftsversammlung der ThyssenKrupp Bilstein Suspension war für den Betriebsratsvorsitzenden Gerold Vogel klar: „Am morgigen Freitag fliegen die Fetzen!“
Bei seinem Besuch im Düsseldorfer Landtag trafen Vogel und seine Betriebsratskollegen aus dem Oeger Werk den NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider sowie die beiden lokalen Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg aus Hagen und Michael Scheffler aus dem Märkischen Kreis. Das Ziel des Gesprächs: Der Austausch von Informationen und die gemeinsame Entwicklung einer tragbaren Zukunftsstrategie. Vogel: „Wir erhoffen uns von Guntram Schneider tatkräftige Unterstützung. Der Standort in Oege muss erhalten bleiben.“
Hintergrund: Der Konzern, so der Betriebsrat, wolle trotz voller Auftragsbücher Arbeitsplätze im Federnwerk abbauen. Auch in Werdohl, wo bereits vor Monaten angekündigt wurde, das Werk zu schließen. Vogel: „Nun kommen wir aber mit den Aufträgen nicht mehr nach und was passiert? Das Werk wird nun doch nicht im Februar 2011 geschlossen, sondern voraussichtlich erst im Sommer.“ Die Betriebsräte befürchten, dass das Stammpersonal durch billigere Leiharbeitskräfte ausgetauscht werden soll. „Das machen wir nicht mit!“
Doch am Freitag nahm von den fünf Geschäftsführern nur Arbeitsdirektor Gerd Kappelhoff an der Belegschaftsversammlung im Hohenlimburger Bürgersaal teil. Vor rund 250 Beschäftigten informierten Geschäftsführung und Betriebsrat über die Zukunftsperspektiven. Allerdings waren die Erkenntnisse für die Oeger Federnwerker nur sehr dürftig, denn es fehlte ein klares Konzept für die dauerhafte Sicherung des Standorts.
Gerold Vogel machte aber auch deutlich: „Bei uns herrscht jetzt keine Grabesstimmung und wir werden auch nicht resignieren. Ganz im Gegenteil. Nach unserem Gespräch mit dem NRW-Arbeitsminister bin ich überzeugt, dass wir im Jahr 2011 eine vernünftige Lösung finden werden. Ein Werk schließen und die Produktion verlagern, das nächste Werk schließen und die Produktion verlagern - das muss ein Ende haben.“
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Betriebsräte aus Oege mit Wolfgang Jörg, Michael Scheffler und Guntram Schneider
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