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Hagen, den 23. April 2010
Wolfgang Jörg: Bei den Kurzen kürzen ist teuer
"Ich empfehle Herrn Dehm, ein Praktikum in einer Kita seiner Wahl zu machen. Danach sollten die Sparpläne vom Tisch sein. Er wird schnell merken, dass bereits jetzt zu wenig Geld in den KiTas vorhanden ist. Ein weiteres Sparen wird langfristig teuer", erklärt der Hagener Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg, bei dem die Sparpläne des Oberbürgermeisters im KiTa-Bereich auf heftigen Widerstand stoßen.
Der kinder- und jugendpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion in NRW macht darauf aufmerksam, dass die Pro-Kopf-Pauschalen im sogenannten "Kinderbildungsgesetz" (KiBiz) bei weitem nicht ausreichen, um die bestehenden Aufgaben zu bewältigen. "Momentan werden die fehlenden Mittel auf dem Rücken und auf Kosten der Erzieherinnen und Erzieher ausgetragen. Wir haben bei ihnen die höchsten Krankenstände seit ehedem. Das geht so nicht weiter", so Jörg. Wer trotz dieser schlechten Rahmenbedingungen noch weiter einsparen wolle, der riskiere höhere Folgekosten.
"Wir müssen den Kindern früh helfen und sie fördern. Gerade weil wir wissen, dass eine frühe Förderung spätere teure Interventionen und Korrekturen vermeiden kann. Und gerade die sind teuer", stellt Wolfgang Jörg klar. Andere Städte wie beispielsweise Dormagen hätten schon längst bewiesen, dass eine gute frühe Förderung von Kindern und deren Familien hohe Folgekosten einschränkt. "Dormagen spart mittlerweile im Sozialetat Geld ein. Hagen dagegen streitet um eine halbe Stelle einer Familienhebamme und will 9 Mio. Euro bei den Kurzen sparen. Das ist eindeutig der falsche Weg."
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Wolfgang Jörg
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