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Hagen, den 19. Dezember 2009
Angst um Oeger Arbeitsplätze
Die Stimmung bei den Arbeitnehmern der "ThyssenKrupp Suspension" ist im Keller. Wenn das Werk in Olpe wie geplant verkauft und das in Werdohl geschlossen wird, hat das dramatische Konsequenzen für den Standort in Hohenlimburg-Oege. Der Betriebsratsvorsitzende Gerold Vogel befürchtet den Abbau von 60 bis 70 Arbeitsplätzen - ein Supergau. Vogel: "Das darf nicht geschehen! Ich erwarte von der Geschäftsführung endlich zukunftsfähige Konzepte! Die gibt es seit gut einem Jahrzehnt nicht."
Geschehen ist in der Tat seit Jahren nichts. Und das rächt sich nun auch aufgrund der Probleme in der Automobilindustrie. Gerold Vogel vermutet den Grund für die Konzeptlosigkeit bei den dauernden Wechsel an der Spitze. Vogel: "Seit 1993 sind in unserem Betrieb genau 25 Geschäftsführer gekommen und wieder gegangen. Warum die meisten Firmen in Hagen und Umgebung besser durch die Krise gekommen sind? Die haben keine Geschäftsführer, die haben Unternehmer an ihrer Spitze!"
Wenn Mitte Februar die Entscheidung zu den Standorten Olpe und Werdohl gefallen ist, will Gerold Vogel ggf. zu einer außerordentlichen Belegschaftsversammlung einladen. Vorher laufen aber erst einmal Strategiegespräche über eine zukünftige Standort-Ausrichtung zwischen Betriebsräten und Geschäftsführung.
Zu der letzten Belegschaftsversammlung in diesem Jahr erschienen weit mehr als 300 von insgesamt 430 Beschäftigten. "Die Angst um die Arbeitplätze ist in der Belegschaft enorm", so der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg, der als Gast gekommen war, um sich die Sorgen und Probleme der Kolleginnen und Kollegen anzuhören.
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