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AfA-Chef Gerd Homm einstimmig wiedergewählt

Hagen, den 22. Mai 2009


Gerd Homm als AfA-Vorsitzender einstimmig wiedergewählt

Die Hagener Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) im SPD-Unterbezirk Hagen wählte am vergangenen Mittwoch, 20. Mai 2009, ihren Vorstand neu. Dabei wurde einstimmig der alte Vorsitzende Gerd Homm (Betriebsgruppe Eisenbahn) in seinem Amt bestätigt. Mit 93,3 % der Stimmen wurde Ilka Siegwarth (Stadtverwaltung) und mit 70 % Claus Rudel (Mark-E) als Stellvertreter gewählt. Günter Brandau (Stadtverwaltung), Ralf Bühren (Stadtverwaltung), Olaf Späing (HEB), Willi Cramer (Hawker), Andreas Kroll (Polizei) und Friedhelm Bleicher (Eisenbahn) komplettieren als Beisitzer den AfA-Vorstand.

In seiner Begrüßung bezog Gerd Homm Stellung zu den Aussagen des Personaldezernenten Dr. Herbert Bleicher an, ab 2010 keine Auszubildenden bei der Stadt mehr einzustellen. "Dass der Antrag der SPD-Fraktion, den Verwaltungsvorstand aufzufordern diesen Beschluss zu überdenken, mit den Stimmen von CDU und BfH bei Enthaltung der FDP abgelehnt wurde, ist ein Skandal!", so Homm. "Deshalb fordern wir die Verwaltungsspitze der Stadt Hagen auf, die Entscheidung, im Jahr 2010 keine Auszubildenden bei der Stadt mehr einzustellen, sofort zurückzunehmen." Die AfA hat hierzu eine Resolution verfasst und einstimmig verabschiedet.

OB-Kandidat Jochen Weber ging bei seiner Rede ebenfalls auf die Aussage von Dr. Bleicher ein und bekräftigte, dass es mit ihm als Oberbürgermeister keinen Einstellungsstopp für Auszubildende geben werde. Es könne nicht sein, dass der Rat die Wirtschaft und das Handwerk einerseits auffordert, mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, wenn sich gleichzeitig die Stadt selbst klammheimlich vom Ausbildungsmarkt verabschiede.

Birgit Sippel und Gerold Vogel, beide Kandidaten für das Europäische Parlament, stellten in ihren Grußworten noch einmal da, wie wichtig die Europawahl sei und forderten alle Anwesenden auf, am 07. Juni auch Familie, Nachbarn, Freunde und Bekannte zur Wahl mitzunehmen.

In den kommenden Wochen wird sich die AfA nun mit dem Kommunalwahlprogramm der SPD und dem Bericht der Zukunftskommission beschäftigen und sich im Wahlkampfmarathon mit ganzer Kraft für die Kandidatinnen und Kandidaten einsetzen.



www.spd-afa-hagen.de


Der neue AfA-Vorstand

Resolution

der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der Hagener SPD
einstimmig beschlossen auf der Betriebsgruppenkonferenz am 20. Mai 2009



Stadt muss auch in schwierigen Zeiten weiter ausbilden!

Ausbilden gehört zu den entscheidenden Voraussetzungen für eine nachhaltige Überwindung der derzeitigen Krise. Die Fachkräftebasis von morgen zu sichern ist eine der wichtigsten Grundlagen für einen tragfähigen Aufschwung. Niemand ist gut beraten, jetzt auf Kurzsicht umzuschalten und das Interesse an der strukturellen Absicherung der Fachkräftebasis aus den Augen zu verlieren. Die Wirtschaftkrise darf nicht zur Ausbildungskrise werden.

Der Ausbildungspakt beruht auf dem Prinzip, dass die Politik wirkungsvolle Unterstützungsleistungen für Ausbildung organisiert und die Wirtschaft dafür sorgt, alle ausbildungswilligen jungen Menschen zu qualifizieren und ihnen eine berufliche Perspektive zu geben. Gerade angesichts staatlicher Konjunkturhilfen gilt dies in doppelter Weise. Ein Nachlassen des Engagements darf es nicht geben.

Die Situation auf den Hagener Ausbildungsmarkt ist weiterhin alarmierend. Zu viele junge Menschen können in Hagen keine Lehrstelle finden, da die Zahl der Ausbildungsplätze unzureichend ist.

Immer mehr Unternehmen entziehen sich ihrer Verantwortung für die Ausbildung junger Menschen. Rund die Hälfte aller Unternehmen könnte ausbilden, aber nur etwa ein Viertel tut dies auch. Das ist nicht nur unsozial, sondern auch kurzsichtig. Für alle Unternehmen sollte die Ausbildung von qualifizierten Mitarbeitern oberste Priorität haben. Wir appellieren deshalb an alle Hagener Unternehmen, nicht nur „neue“, sondern auch „zusätzliche“ Ausbildungsplätze zu schaffen

Das gilt jedoch auch für den Konzern Stadt!

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) ist empört über die Mitteilung von Personaldezernent Dr. Herbert Bleicher im Personalausschuss, im Jahr 2010 keine Auszubildenden bei der Stadt einzustellen. Ein Antrag der SPD-Fraktion, den Verwaltungsvorstand aufzufordern diesen Beschluss zu überdenken, wurde mit den Stimmen von CDU und BfH abgelehnt; die FDP enthielt sich einer Meinung. Das ist ein Skandal!

Es kann nicht sein, dass der Rat der Stadt Hagen die Wirtschaft und das Handwerk einerseits auffordert, mehr Ausbildungsplätze - insbesondere auch in Krisenzeiten - zur Verfügung zu stellen, wenn sich gleichzeitig die Stadt selbst klammheimlich vom Ausbildungsmarkt verabschiedet.

Wir fordern die Verwaltungsspitze der Stadt Hagen daher auf, die Entscheidung, im Jahr 2010 keine Auszubildenden bei der Stadt mehr einzustellen, sofort zurückzunehmen.