Abgeordnete greifen SSB-Kritik auf: Probleme im Hagener Schulsport?
Hagens SSB-Präsident Dietmar Thieser hatte auf dem Neujahrsempfang des Stadtsportbundes am vorletzten Samstag den Sportunterricht an Hagens Schulen kritisch hinterfragt. Thieser hatte vor allem die Frage gestellt, ob die Sportvereine mit ihrer Arbeit im Kinder- und Jugendbereich nicht immer stärker auch die Arbeit der Schulen übernähmen. Die beiden Hagener SPD-Landtagsabgeordneten Hubertus Kramer und Wolfgang Jörg haben den Vorstoß des Stadtsportbundes jetzt zum Anlass für eine Kleine Anfrage an die Landesregierung genommen. Wie die beiden Abgeordneten betonen, sei die Bedeutung des Schulsports auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen, ihre besondere Bedeutung für die Persönlichkeits- und Charakterbildung bei Kindern und jungen Menschen sowie ihr Beitrag für die Gesundheit und zur Bekämpfung von Bewegungsarmut in der Vergangenheit vom Landtag Nordrhein-Westfalen immer wieder unterstrichen worden. "Schulsport darf kein Stiefkind in nordrhein-westfälischen Schulen sein!“ zitieren die beiden in diesem Zusammenhang auch Schulministerin Barbara Sommer.
Wolfgang Jörg
Die Landesregierung habe in den vergangenen Jahren immer wieder ihr besonderes Engagement für den Schulsport betont. Hubertus Kramer und Wolfgang Jörg fordern von der Landesregierung jetzt einen genauen Überblick, wieviel Stunden Sportunterricht an den Schulen in Hagen im ersten Schulhalbjahr 2009/2010 laut Ausbildungs- und Prüfungsordnungen grundsätzlich vorgesehen gewesen und wieviel Stunden Sportunterricht an den Schulen in Hagen in diesem Zeitraum tatsächlich erteilt worden seien. Außerdem bitten die beiden um einen genauen Überblick über die Zahl der notwendigen Lehrerstellen, über die tatsächliche Besetzung dieser Stellen und die Frage, wie viel Stellen fachfremd besetzt sind.
Hubertus Kramer
Dafür stehe ich mit meinem Namen:
Bildung darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen, sondern sollte - von der KiTa bis zum Studium - steuerfinanziert sein.
Arbeitsplätze sind für die Entwicklung unserer Stadt von zentraler Bedeutung: Bestehende Arbeitsplätze müssen gesichert, neue geschaffen werden.
Wir müssen die Kommunen durch eine bessere und gerechtere Steuerpolitik des Bundes entlasten.
Starke Schultern können mehr tragen als schwache: Wir brauchen eine solidarische Gesellschaft.